Die Beachsaison 2014 – Umfrageergebnisse

Die Beachsaison ist vorbei. Das war für die Turnierorganisatoren sächsischer Beachvolleyballturniere ein Anlass, sich mal mit der vergangenen Saison zu beschäftigen und bei den Beachern der Region nach Meinungen zu fragen. Im Namen der Webseite beach-sachsen.de habe ich eine Umfrage durchgeführt, deren Ergebnisse ich hier analysiere.

Eckdaten der Umfrage

Alter der Teilnehmer

Das Durchschnittsalter eines sächsischen Beachers beträgt ca. 28 Jahre.

67 Beacher haben sich zwischen Mitte August und Anfang September den Fragen gestellt. Der Großteil davon kam aus Dresden, Leipzig und Chemnitz – aber auch aus dem Umland gab es Einreichungen, die sogar bis nach Thüringen reichten. Der Anteil Männer war etwas höher als der Anteil Frauen. Wie auf dem Beachfeld sind auch die Teilnehmer an der Umfrage meist zwischen 21 und 40 Jahren alt.

Vorlieben im Sand

Spielball

Schon die erste Kennzahl ist recht interessant: Obwohl Molten den offiziellen Spielball in Sachsen stellt, spielen 87% der Teilnehmer lieber mit dem offiziellen FIVB-Ball von Mikasa. Das zeigt sich inzwischen auch bei der Vielzahl an Turnieren, bei denen sich die Mannschaften meist auf den Mikasa-Ball einigen, anstatt mit Molten zu spielen. Ich wage sogar zu behaupten, dass sich auch bei immer mehr Beachern ein (etwas teurerer) Mikasa-Beachball im Schrank befindet, als ein Molten-Ball.

Wie oft stehst du in der Woche im Sand?

Den Ball schupsen die sächsischen Beachvolleyballer im Durchschnitt ca. 2-3 mal pro Woche. Wenn man bedenkt, dass da ein Turnier am Wochenende enthalten könnte, dann freut mich persönlich sehr, dass auch das Beachvolleyballtraining und das „Ballen unter Freunden“ unter der Woche inzwischen einen höheren Stellenwert bekommen haben sollte.

Worauf legst du beim Beachen besonderen Wert?

Diese Frage war mit einem leichten Augenzwinkern gestellt – dennoch sind die Ergebnisse spannend: Den meisten Zuspruch hat nämlich die Antwort „Fairness geht vor“ erhalten (49 von 64 Antworten, Mehrfachantworten möglich). Gefolgt von „Sommer, Sonne, Cocktail“ und „Leistungssport und Wettkampfcharakter“ (je 31), sowie „Antennen hängen akkurat, Sand glatt, Linien korrekt “ (28) zeigt sich dann doch, das unser aller Lieblingssport hervorragend Kampf und Spaß verbinden kann. Auf Rang 5 folgt mit 25 Stimmen die Antwort „Wird auch im Winter (z.B. indoor) gespielt“. Mit aktuell nur 10 Indoor-Beachfeldern im No Limit Leipzig (4), Dresden (1), Grimma (3) und Neukirchen (2) besteht da auf jeden Fall Bedarf!

Klassisches Beachvolleyball bevorzugt

Antworten auf die Frage "Wann nimmst du am liebsten an Turnieren teil?"

Lieber Eintagesturniere am Samstag, als das ganze Wochenende gebunden zu sein.

Der nächste Bereich zielt eher in die Richtung ab: Mit wem spielt der Sachse am liebsten Beachvolleyball. Dabei zeigt sich, dass häufig feste Beachpartner (38 von 64 Antworten, Mehrfachantworten möglich) und Freunde (36) zum Einsatz kommen.

Dabei wird hauptsächlich 2er Herren oder 2er Damen gespielt (56 von 65 Antworten, Mehrfachantworten möglich), aber auch 2er Mixed ist mit 50 Nennungen vorn dabei. Quattro oder Quattro Mixed fällt bei den Beachern dagegen durch (6).

Ähnlich geht es Beachvolleyballveranstaltungen, die über das komplette Wochenende gehen (21 von 64 Antworten, Mehrfachnennung möglich). Deutlich gefragter sind Eintagesturniere an Samstagen (54) und Sonntagen (39).

Das beliebteste Spielsystem bleibt dabei weiterhin die Ganztagesversion: Vorrunde mit anschließendem Überkreuzvergleich, bei dem alle Plätze ausgespielt werden (16 von 22 Nennungen). Dieses zeitaufwändige und Feld-intensive Spielsystem ist zwar der Feind vieler Turnierorganisatoren, setzt sich aber klar gegen Vorrunde + Single-Out (7), Double-Out (6) und King of the Beach (1) durch.

Bewertung einzelner Kriterien

Auswertung Beachsaison 2014 Tabelle Wertung 20140905

Vom Turnierbeginn bis zur Siegerehrung – was hat gefallen und was ist ausbaufähig?

Im nächsten Schritt habe ich erfragt, was den Teilnehmern an den Turnieren besonders gefallen oder nicht gefallen hat, bei denen sie dabei waren.

Organisation top

Dabei fällt besonders auf, dass die Erreichbarkeit der Organisatoren (54 Stimmen, Note 1,83) meist gegeben gewesen scheint. Auch die Turnier-Informationen vorab (55 Stimmen, Note 1,89) und die Transparenz der Melde- und Startliste (56 Stimmen, Note 2) haben sehr gut abgeschnitten.

Konsequenz flopp

Deutlicher Nachholbedarf besteht dagegen vor allem beim Umgang mit verspäteten Teams (52 Stimmen, Note 3,13). Aus den weiteren Anmerkungen zur Umfrage bringt es dieses Zitat vielleicht auf den Punkt:

Diejenigen, die pünktlich sind, werden dafür noch bestraft, weil sie schon da waren, aber dennoch auf den Start warten müssen. Man sollte hier durchaus härter durchgreifen und notfalls die ersten Spiele als verloren bewerten.

Auf den hinteren Rängen landen außerdem das Rahmenprogramm (Note 2,77), die durchschnittliche Pausenzeit pro Team (2,75), Spielzeit im Vergleich zur Pausenzeit, der Umgang mit zeitlichen Verzögerungen (je 2,71) sowie Siegerehrung (2,64), Preise (2,57) und Verpflegung (2,39).

Bewertung der Turniere der Beachsaison 2014

Auswertung Beachsaison 2014 Tabelle Turniere 20140909

Bewertung der einzelnen Turniere und Turnierserien in Sachsen 2014

Wir haben danach gefragt, welches Turnier bzw. welche Turnierserie am besten angekommen ist.

Platz 1 bei den beliebtesten Turnieren belegt die Smart Beach Tour auf dem Dresdner Altmarkt – die sicherlich außer Konkurrenz läuft, weil wohl keiner der Teilnehmer aktiv (spielend) an diesem Turnier teilgenommen hat. Allerdings ist schön zu sehen, dass das Interesse an den Großen gestiegen ist – und auch die Großveranstaltungen Sachsenbeach (Note 1,53) und Dresden Beach (2,19) guten Zuspruch finden.

Schön ist aber auch, dass kleinere Turniere und Turnierserien gut ankommen – ich möchte dazu beispielsweise die Turniere im Vogtland (Note 2), Coswig (2,38) und die Freiberger Beachserie (2,46) hervorheben.

Mehr Infos auf beach-sachsen.de

Die detaillierten Rückmeldungen aus der Umfrage, mehr Grafiken und noch mehr Daten findet ihr auf der Webseite beach-sachsen.de. Dort findet ihr auch eine ausführliche Liste an Beachvolleyballplätzen in Sachsen, sowie den Beachkalender mit allen Turnieren in Sachsen (neu befüllt zur neuen Beachsaison 2015).

Mir bleibt an dieser Stelle „Danke“ zu sagen für die gute Beteiligung an der Umfrage. Nach der kommenden Saison werde ich sicherlich wieder eine Umfrage durchführen, um dann auch die Entwicklung abbilden zu können.

Am 18. September in Dresden und 25. September in Leipzig werden die sächsischen Turnierorganisatoren im Rahmen eines Beachstammtisches einen tieferen Blick auf die Ergebnisse nehmen und damit ihre Schlüsse für die Saison 2015 ziehen können.

Dieser Beitrag wird präsentiert von beach-sachsen.de

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